(ew). Frank Sommerlad, seit 1998 als Geschäftsführer für das Familienunternehmen "Möbelstadt Sommerlad" verantwortlich, sieht allen Grund, das 80-jährige Bestehen - 1930 bis 2010 - des weit über die lokalen Grenzen hinaus bekannten Petersberger und Gießener Möbelhauses ausgiebig zu feiern. "Wir operieren auf einem schwierigen Feld und deshalb sind wir stolz auf die nun 80 Jahre währende Firmengeschichte", sagt Frank Rudolf Sommerlad, Jahrgang 1967, der nach dem Firmengründer und Großvater Rudolf Sommerlad senior (1908-1984) und seinem Vater Rudolf Sommerlad junior (1936-1998) die dritte Familiengeneration an der Spitze des Hauses bildet. Und der mit seiner Ehefrau Kerstin mit den jetzt neun und zehn Jahre alten Söhnen Jan und Dominik die Grundlage für eine Weiterführung des großen Möbelhandelsunternehmens, das mittlerweile an den Standorten Gießen und Fulda über 600 Mitarbeierinnen und Mitarbeiter beschäftigt, in vierter Generation gelegt hat.
Zur engeren Familie gehören Elsbeth Sommerlad, Witwe des 1998 verstorbenen Rudi Sommerlad junior, die selbst seit über 50 Jahren - und bis heute - im Betrieb mitarbeitet und laut Frank Sommerlad dessen "gute Seele" ist. Weiter Franks Schwester Betina Sommerlad, die als Innenarchitektin ebenfalls eine wichtige Rolle innerhalb des Unternehmens spielt.
Die Gründung des Familienbetriebs reicht ins Jahr 1930 zurück, als Rudolf Sommerlad mit seiner Ehefrau Emma an der Seite in Beuern seine Möbelschreinerei eröffnet, die sich schnell einen Stamm zufriedener Kunden im Wortsinne erarbeitete. Ein weitreichender Entschluss, dessen positive Folgen auch nicht durch die völlige Zerstörung der Firmengebäude in den Bombennächten Anfang Dezember 1944 dauerhaft beeinträchtigt wurden. Aus erneut kleinen Anfängen heraus entwickelte sich das große und bekannte Möbelhaus, als das Sommerlad ein Markenzeichen aus Mittelhessen wurde. Rudolf Sommerlad junior übernahm mit dem 65. Geburtstag seines Vaters 1973 das Unternehmen und entwickelte es konzeptionell und räumlich weiter. In Krofdorf-Gleiberg entstehen große Lagerräume. Ende 2000 erfolgt der Umzug aus Gießener Innenstadt in die neuen Räumlichkeiten im Schiffenberger Tal mit 45.000 Quadratmetern Nutzfläche, wovon 32.000 reine Ausstellungsflächen sind.
Am 5. Dezember stieg in der großen Festhalle auf dem rückwärtigen Parkplatzgelände der Möbelstadt in Gießen die Festfeier für Mitarbeier, Lieferanten und viele andere Gäste, an der 1000 Teilnehmer teilnahmen. Ein extra eingerichteter Shuttle-Bus brachte die 110 Gäste aus Fulda nach Gießen. Im Rahmen dieses Events begann auch die Verlosungsaktion zugunsten der „Tour der Hoffnung“, die von der Familie und dem Unternehmen Sommerlad von Beginn an unterstützt wird. Zu gewinnen ist ein Opel Insignia im Wert von 30.000 Euro. Ein Los ist für zwei Euro zu haben, drei für fünf Euro. Des Weiteren kann denn eine 30-Minuten-DVD erworben werden, auf der fünf kurze Filme aus den 50er bis in die 70er Jahre zusehen sind, die Vieles aus der Sommerlad-Historie zeigen, zugleich aber auch interessante Einblicke in das Aussehen der Universitätsstadt Gießen vor einem halben Jahrhundert geben. Die DVD kostet fünf Euro, ein Euro davon fließt ebenfalls an die „Tour der Hoffnung“.
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