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Sommerlad unterstützt Flutopfer in Nidda Wallernhausen mit Möbelspende im Wert von über 13.500 Euro

Sommerlad unterstützt Flutopfer in Nidda Wallernhausen mit Möbelspende im Wert von über 13.500 Euro
Nach Flutkatastrophe am zweiten Juliwochenende ist noch viel zu tun

Gießen  •  Die fröhliche Fußballstimmung zum WM-Finale wurde in Nidda Wallernhausen am 13. Juli buchstäblich von Wassermassen weggerissen: Nach heftigen Regenfällen und Gewitter schoss eine Flutwelle durch das 1.200 Seelendorf und ließ viele Einwohner, besonders im alten Ortskern, vor dem Nichts stehend zurück.

In Windeseile war die Nachricht im Raum Mittelhessen Tagesgespräch – so auch im Hause Sommerlad. „Wir haben Mitarbeiter aus Nidda, zahlreiche Kunden berichteten von den Geschehnissen und auch im Freundes- und Bekanntenkreis war man sich einig, dass hier dringend und angemessen geholfen werden muss“, erzählt Frank Sommerlad, Geschäftsführer der gleichnamigen Einrichtungshäuser. Eine individuelle Lösung musste her, die zugleich dafür Sorge tragen sollte, dass den zum Teil traumatisierten Betroffenen nicht nur schnell und unbürokratisch sondern auch mit angemessenem Mitgefühl geholfen wird.
„Für viele Betroffene ist es sehr wichtig, dass sie nicht nur mit dem Nötigsten versorgt werden, sondern sich auch notwendige Dinge selbst aussuchen können, damit ihre Selbstachtung als urplötzlich hilfebedürftiger Mensch nicht weiter leidet“, verdeutlichte Pfarrerin Beate Henke, die von der Evangelischen Kirchengemeinde Wallernhausen die ersten Hilfsmaßnahmen koordinieren half. Erste Anlaufstelle seither nunmehr sechs Wochen ist auch der „Dorfladen“ in der Ortsmitte, wo Mitglieder des Vereins „Lebendiges Wallernhausen“ die Bedarfsfälle ermitteln und den Einwohnern mit Rat und Tat zur Seite stehen. So auch Stadträtin Ute Kohlbecher, über die sich Familien für eine Möbelspende bei Sommerlad anmelden konnten.

Stühle, Schränke, Betten mit Matratzen, Schreib- und Esstische, Regale und Schuhschränkchen – im Namen der Aktion „Sommerlad hilft“ öffnete Frank Sommerlad das Logistikzentrum in Wettenberg, wo sich Lagerleiter Roland Bott persönlich um die Besucher aus Wallernhausen kümmerte, mit ihnen Listen durchging, um so den ganz eigenen Bedarf zu ermitteln und im Rahmen von rund 1.000 Euro pro Familie die vernichteten Möbelstücke zu ersetzen. Wurde er nicht fündig, standen bereits die Kollegen in der Möbelstadt im Schiffenberger Tal bereit, um dort noch Fehlendes zu ergänzen. Die ersten Möbelspenden – so zum Beispiel neben weiteren Kleinmöbeln allein 25 Stühle für die „Uhrnstubb“, das örtliche Marionetten- und Kasperltheater – wurden bereits ausgeliefert, andere Betroffene müssen sich noch gedulden, bis Böden gefliest und Wände trocken gelegt sind.

„Es gibt noch sehr viel zu tun“, bestätigen Niddas Bürgermeister Hans-Peter Seum und Wallernhausens Ortsvorsteher Wolfgang Clotz unisono, zeigen sich jedoch auch voller Anerkennung ob des bereits Geleisteten. Die Möbelspende aus dem Hause Sommerlad, die schließlich einen Warenwert von über 13.500 Euro erreicht hat, sei auf diesem Weg eine wertvolle Hilfe, dennoch werde jede weitere Unterstützung dankbar angenommen, und auch zahlreiche Benefizveranstaltungen stehen auf dem Programm. Spenden sind unter anderem unter dem Stichwort „Flutkatastrophe Wallernhausen“ auf das Konto der Evangelischen Kirchengemeinde (IBAN DE29 5206 0410 0004 1001 58, BIC GENODEF1EK1) möglich.

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