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Pressekonferenz zum Handelsstandort Fulda

Pressekonferenz zum Handelsstandort Fulda Pressekonferenz zum Handelsstandort Fulda Pressekonferenz zum Handelsstandort Fulda
Frank Sommerlad referierte mit Experten zu Auswirkungen der Veränderungen im Möbelmarkt Hessen/Thüringen

Petersberg/Fulda · Seit mehreren Monaten werden die Pläne des Möbelunternehmers Sommerlad, den Standort der Fuldaer Filiale zu verlagern, intensiv diskutiert. Hierbei stehen Wettbewerbsbefürchtungen, Vorbehalte des „Innenstadt-Handels“ und rahmenpolitische Bedenken im Vordergrund. Doch alle Vorbehalte resultieren aus Teil-Gutachten, deren Aussagen weder aktuell sind noch den Anforderungen moderner Marktentwicklungs-Betrachtungen entsprechen.

Nach langen Kontroversen haben die vier Persönlichkeiten des „Lenkungsausschuss“, der Fuldaer OB und die Bürgermeister der Kommunen der Stadtregion, Petersberg, Künzell und Eichenzell nun beschlossen, ein gemeinsames neutrales und zukunftsorientiert tragfähiges Gutachten in Auftrag zu geben, um für das „interkommunale Projekt“ Entscheidungsgrundlagen zu erhalten.
Ausgangspunkt für diese Entscheidung war – nach vielen persönlichen Gesprächen – die Präsentation des Unternehmens Sommerlad über die tatsächlichen Herausforderungen an Unternehmens- und Standortentwicklung – auf Basis der Marktentwicklung im Möbelmarkt in Hessen und Thüringen.
Untermauert werden diese Themen durch neueste Gutachten, wie der CIMA-Studie vom November 2013, sowie Übereinstimmungen mit der GMA-Studie von 2010 und Erkenntnissen aus aktuellen Befragungen zu den Einzugsgebieten.

Zunächst stellte Sommerlad die Marktentwicklung im – vorwiegend von Großkonzernen gesteuerten - Möbelmarkt vor. „Wenn dem Wettbewerbsdruck nicht durch deutliche Vergrößerung des Einzugsgebiets und Zuführung von Kunden aus dem erweiterten Umland begegnet wird, verliert der Möbelstandort Fulda gewaltig an Magnetwirkung und damit an Handelsumsatz – weit über den Möbelmarkt hinaus“, so Sommerlad, der diese Aussagen durch Fakten dokumentiert, und weiter: „Alle großen Wettbewerber liegen mit ihren Handelshäusern nächstmöglich an den Autobahnen – und diese Entwicklung zeigt die Strategie der dramatischen Verdrängungs-Aktivitäten, mit denen heutige Handelsunternehmen sich konfrontiert sehen.“

Die Zusammenhänge der Problematik wurden – im weiteren Verlauf – verdeutlicht von zwei renommierten, unabhängigen Handelsexperten mit langjähriger Erfahrung und exzellenten Kenntnissen des Standorts Fulda.
Prof. Dr. Behrends referierte über die „Auswirkungen der geplanten Strategie“ und beschreibt – neben positiven Konsequenzen - auch die negativen Folgen, wenn nicht „Marktentwicklungen“ die Basis für Entscheidungen darstellen, sondern Vorurteile und – unbegründete – Ängste. „Der Handel unterliegt einem stetigen Wandel – und diese Herausforderungen müssen angenommen werden, und nicht verhindert“, so Behrends. Bestätigt wurden diese Experten-Aussagen durch Prof. Dr. Schminke, der aktuellste Ergebnisse vom November 2013 aus der Analyse des renommierten Instituts CIMA darstellt und die „Bewertungen und Lösungsansätze“ von CIMA erläutert.
„Die getroffenen Aussagen von CIMA sind im hohen Maß nachvollziehbar, die marktrelevanten Zusammenhänge logisch argumentiert und seriös validiert“, resümiert Schminke.

Völliger Konsens besteht zur Unabdingbarkeit der Entscheidung für die Erstellung eines „interkommunalen Gutachtens“ – unter Nutzung modernster Anforderungen für die Aussage-fähigkeit einer so existentiell bedeutsamen Grundlage. Hierzu gehören auch belastbare Aussagen über alternative Standorte, Wechselwirkungen mit dem Innenstadthandel und über die Verkehrszuführung. Und beide Professoren bieten an: „Gerne stehen wir – auch als Hochschule Fulda – zur Gestaltung eines solchen Anforderungs-Katalogs zur Verfügung, im Sinne zukunftsorientierter Standortentwicklung.“

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